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Stones Konzert 2017

Rolling Stones in Spielberg

95.000 Fans, 200 Sanitäterinnen und Sanitäter, rund 200 Versorgungen in drei Ambulanzen, inklusive einige Abtransporte in die nächsten Krankenhäuser und auf der Bühne 4 Herrschaften, die der Unsterblichkeit so nahe kommen wie wohl kaum eine andere Musikgruppe auf dem Globus.
Am Samstag, den 16. September, um punkt 06:00 Uhr haben sich in der Dienststelle Reindlstraße jene 22 Kolleginnen und Kollegen eingefunden, die sich in der Folge per Reisebus nach Spielberg aufgemacht haben, um den Samariterbund Steiermark bei dem wohl größten Überwachungseinsatz des Jahres zu unterstützen, dem Rolling Stones Konzert neben dem Red Bull Ring in Spielberg. Neben der Gruppe Linz waren auch Mannschaften des Samariterbundes Alkoven, Feldkirchen, Niederösterreich, Kärnten, Wien, Burgenland, Tirol sowie aus München vor Ort um für die Sicherheit der Besucher zu sorgen. Nach der Einteilung in die jeweiligen Funktionen und der Besichtigung des unfassbar weitläufigen Areals, das zu diesem Zeitpunkt noch auf einer zwar schon nassen aber durchaus noch saftig grünen Wiese geprägt war, wurden am frühen Nachmittag die Pforten für die äußerst motivierten Fans geöffnet. Nach und nach füllte sich die Location und die 18 Trupps (in 6 Abschnitten, größtenteils unter Linzer Führung) hatten erste Patienten zu versorgen, obgleich die Fragen nach Zigarettenautomaten und Bankomaten noch überwogen. Mit den Vorbands John Lee Hooker Jr. (zweifach Grammy nominiert) und Kaleo („Way Down We Go“) stiegen sowohl die Stimmung und der Alkoholkonsum als auch der Schlamm- Level am Gelände, der trotz des Ausbleibens von Regen mittlerweile nichts mehr von einer Wiese erahnen ließ. Der Vorfreude auf Mick Jagger und Co. tat dies freilich keinen Abbruch, das Gegenteil war der Fall, was durch tanzende und feiernde Menschengruppen zum Ausdruck kam. Kurz vor 21:00 Uhr stand dann die Welt einen Moment lang still, als die vier Hauptprotagonisten des Abends mit Rauchschwaden im Rücken die Bühne betraten und im nächsten Moment eine Welle von Jubelschreien auslösten. Zu diesem Zeitpunkt herrschte in den drei Ambulanzen bereits Hochkonjunktur. Die Trupps melden im Minutentakt über den (bei uns zukünftig auch verwendeten) Tetrafunk das baldige Eintreffen von neuen Patienten, während die „Stones“ Welthits wie „Start Me Up“ oder „(I Can´t Get No) Satisfaction“ performten, ohne auf irgendwelche Spezialeffekte oder Ähnliches zu setzen. Nach über zwei Stunden voller Spielfreude und Guter Laune beendeten Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts nach der zweiten Zugabe „Jumpin´ Jack Flash“ mit einem kleinen aber feinen Feuerwerk das Konzert und damit verbunden auch den Großteil der Versorgungen. Vom darauf folgenden Abreisechaos waren wir im Großen und Ganzen, ob der Rückorganisation und dem damit verbundenen zeitlichen Aufwand nicht allzu betroffen und stiegen so gegen 02:00 Uhr wieder in den Reisebus der uns nach Linz brachte.
Die SanWache zeigte neben dem furiosen und einzigartigen Konzert der vier Herrschaften, die sich trotz des Alters, dass wahrscheinlich jenes eines Durchschnittspatienten des Samariterbundes Linz übersteigt, die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen (Bundes)ländern in verschiedensten Bereichen. Und so endete der Einsatz um knapp 04:30 Uhr in der Dienststelle Reindlstraße mit speziellem Dank an unsere Kollegen Wolfgang Steiner und Markus Huber, die in ihren Funktionen im Einsatzstab die Ruhe bewahrten und einen positiven Ausgang der Überwachung sicherstellten und mit so mancher Hoffnung auf ein Wahrwerden der letzten Botschaft der Stones auf der Bühne: Bis bald!

Bericht und Fotos: Felix Andraschko

 

© Arbeiter Samariter Bund Österreich, Gruppe Linz